Wie ich es hasse

Ich hasse Zweifel. Dieses nagende Gefühl voller Unsicherheit in der Brust. Auf der Lippe knabbern und überlegen, ob es wirklich richtig ist. Die Fingernägel ins Fleisch des Handballen vergraben, auf der Unterlippe kauend, mit der Zunge den Gaumen lang tastend von diesem Gefühl überschwämmt zu werden, das Nagt wie ein Pyranja (wie zur Hölle schreibt man diesen Fisch?).

 

Ist noch alles, wie es noch vor einer Woche war? Ist es die Nähe, die uns ertränkt, oder ist es die zu wenig zusammen genutzte, wirklich genutzte Zeit, die uns auf einmal fehlt? Ist überhaupt etwas anders geworden oder bilde ich mir das ein, weil ich es nicht glauben kann, dass er mich so sehr liebt?

 

Ich wohne so gern mit ihm zusammen. Für mich ist es das Paradies, heim zu kommen und dann neben ihm einschlafen zu können. Für mich ist es ein Wunder, neben ihm aufwachen zu dürfen. Ich liebe ihn. Diese Schulterkuhle, die wie für meinen Kopf gemacht scheint, in die ich mich so wunderbar kuscheln kann während sein Atem meine Haare streift und ich die Luft die er dazu braucht verfolgen kann, wenn seine Brust sich hebt und senkt. Seine Hände, die so stark sind und mir so viel Sicherheit bieten, wenn er mich in den Arm nimmt und über meinen Rücken streichelt. Und so sanft sind, wenn sie über meine Wange und meine Lippen streichen und er mir erzählt, wie weich er meine Haut und meine Lippen findet und wie gerne er das hat, meinen Mund zu küssen. Ich liebe seine Blicke, die auf mir ruhen, ich liebe sein gespinne und seine ernsthaftigkeit und sein timing, wann was von beidem angebracht ist. Ich liebe es, in unser Zimmer zu kommen und ihn Gitarre spielen zu sehen. Ich liebe es, wenn er von seiner Arbeit erzählt. Ich liebe einfach alles an ihm. Seine schönen Augen, seinen sexy Mund, seinen überaus attraktiven Körper...

 

Vielleicht ist es meine Angst davor, ihn so zu lieben, die mich manchmal zweifeln lässt. Die versucht mir auszureden, so vernarrt in ihn zu sein. Doch das kann ich nicht. Aufhören damit, mein ich. Einfach so. Warum denn auch? Vor nicht mal 12 stunden hat er mir gesagt, dass er mich liebt. Vor  weniger als 4 Stunden bekam ich meinen Abschiedskuss, bevor er zur Arbeit fuhr. Er wird auch heute heimkommen. Warum sollte er nicht? Und ich werde mich in seine Schulterkuhle kuscheln, seinen Atem spüren und seine Hand an meinem Rücken und mich glücklich und sicher fühlen. Und ich werde dich anlachen, Zweifel. Weil du wieder versuchst, dich bei mir einzuschleichen. Und weil wir dich wieder vertreiben werden. Weil wir uns lieben. Und sooft du mich auch überfällst, ich werde nicht aufhören, an meiner Liebe festzuhalten.

28.2.08 11:00

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